Pflegepraxis spricht mit Politik

Pflegepraxis spricht mit Politik

Noch kurz vor Ostern war es gelungen einen Termin mit der Landrätin Anita Schneider zu organisieren und sie ins AWO "Albert-Osswald-Haus" einzuladen.

"Nach der Pandemie werden uns viel zu verzeuihen haben", sagte Jens Spahn bereits im Sommer 2020 und deutete damit an, dass es viele Sichtweisen auf die poltitischen Entscheidungen während der Pandemie geben wird. Dies sicher auch im Kleinen - also im Landkreis Gießen, wo die Landrätin Anitia Schneider die Verantwortung für die lokalen Entscheidungen des Gesundheitsamtes trägt.

Jens Dapper , auch Mitglied der "Koordinierungrund Influenze des Landkreis Gießen", hatte dieses Treffen organisiert, da es zunehmend viele Fragen und auch Kritik der Pflegemitarbeitenden gegenüber Entscheidungen des lokalen Gesundheitsamtes gibt. Ziel war, in einem offenen Gespräch die Sorgen und täglichen Probleme in der Altenpflege während der aktuellen Pandemiephase dem politischen Gegenüber zu erläutern und Wege einer guten Zusammenarbeit zu finden.

Anita Schneider nutzte auch die Gelegenheit - neben einem hohen Respekt gegenüber den Leistungen der Pflege - auch die Aufgaben und Belastungen der Mitarbeitenden im Gesundheitsamt zu erwähnen und die hohe politische Verantwortung mit nicht immer angenehmen Entscheidungen zu erläutern.

Themen der Pflegeverantwortlichen waren vor allen die aktuell trotz hoher Impfquote bestehenden Kontaktbeschränkungen für die Bewohner*innen im Hause - hier wurde eine konstruktive und beratende Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt gewünscht, die Schneider zusagte. Zudem fand die sehr hohe Belastung der Mitarbeitenden bei der häufigen Testung und auch beim langzeitigen Tragen der FFP2 Masken Beachtung - alles bei einem sehr hohen Impfstatus. Hier betonte Schneider die lokalen Grenzen der politischen Entscheidungsmöglichkeiten und verwies auf die Landes- oder gar Bundeskompetenz.

Das wichtigste Ergebnis war jedoch die gemeinsam gewünschte und zugesagte enge Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt vor allem in bezug auf Lockerungen im internen Kontakt für die Bewohner*innen - mit dem Ziel auch hier wieder vermehrt der sozialen Isolation entgegen zu wirken, um so die Ressourcen der Senioren wieder verbessert fördern zu können.

Die Planungen, den Speisesaal im "Albert-Osswald-Haus" wieder zu eröffnen, wurden in den den folgenden Tagen schnellstmöglich unterstützt, so dass bereits seit Montag den 12.April zur Freunde der Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen Normalität eingetreten ist.

 

Im Bild von links: Tanja Ströher (Einrichtungsleitung), Gerhard Lindenstruth (Betriebsratsvorsitzender), Kristina Schulz (Pflegedienstleitung), Anita Schneider (Landrätin), Jens Dapper (Geschäftsführer), Gaby Nickel (QM-Beauftragte)

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